Dritte Niederalteicher Ferienakademie 2019: Erholung und Wissen verbinden - Prof. Dr. Thomas Bartscher mit Festvortrag zum Thema „Analog und digital leben und arbeiten“

Und wieder war die Ferienakademie 2019 in Niederalteich im Tagungshaus Sankt Pirmin ausgebucht. Unter dem Motto „Erholung und Wissen verbinden“ trafen sich zahlreiche aktive und pensionierte Pädagogen und Lehrkräfte zusammen mit ihren Familien und verbrachten wunderbare Tage in der Abtei Niederaltaich.


Gruppenbild von links: Abt Marianus Bieber OSB; Eugen Gegenfurtner, stellv. Landrat DEG; Johann Lummer, OStDir Gymnasium Niederalteich; Festredner Prof. Dr. Thomas Bartscher; Anton Gschrei, Diözesanratsvorsitzender Passau; Stefan Pielmeier, Leit. Schulamtsdirektor DGF-Landau; Susanne Swoboda, Leit. Schulamtsdirektoin DEG; Festrednerin Christina Pledl; Erwin Müller, KEG Bezirksvorsitzender; Josef Färber, stellv. Landrat DEG; Walburga Krefting, KEG Landesvorsitzende; Klaus Jeggle, stellv. Landrat Passau; Verena Hötzinger, stellv. Landesvorsitzende KEG Bayern
 

Traditionell begann die Tagung mit dem Programm zur Erholung, um nach den anstrengenden letzten Schulwochen den aktiven Kolleginnen und Kollegen Entspannen und Herunterfahren zu ermöglichen. Verschiedene Workshops zum Thema Stimmbildung, Rücken-Gesundheit und Haltung, Body Workout und gezielte Übungen im Bereich der Faszien ermöglichten den zahlreichen Teilnehmern wohltuende Entspannung. Am Ende des ersten Tages genossen die Tagungsgäste im Klostergarten bei angenehmen Temperaturen und einer wunderbaren Akustik die Lieder der Künstlerin Steffi Rösch, die von Maximilian Meier begleitet wurde.

Der zweite Tag der Tagung stand wie immer unter dem Motto des Tagesausfluges in die wunderbare niederbayerische Umgebung des Klosters nach Lalling, Schaufling und Sicking – in den wunderschönen Lallinger Winkel. Nach einer sehr interessanten Führung im Feng Shui Park der Gemeinde Lalling erlebten die Teilnehmer die Besonderheit des wunderschönen Alpakahofs Schreiber in Sicking. Nach vielen Informationen über diese interessanten Tiere gab es Gelegenheit, gemeinsam köstliche Pizza zu backen und diese natürlich auch zu genießen.

 


Abends krönte der pädagogische Festvertrag von Prof. Dr. Thomas Bartscher mit dem Thema „Analog und digital leben und arbeiten“ und das köstliche Festbuffet der Klosterküche den Akademietag. In Zeiten permanenter Veränderung brauche es umso mehr Haltungen. "Um es deutlich und unmissverständlich zu formulieren, die Digitalisierung ist sicher kein kurzfristiger Trend, der Morgen schon wieder vorüber sein wird und den Politik, Leitende in Behörden und Organisationen, wie auch ihre Führungskräfte und Mitarbeiter, 'aussitzen' können", so Bartscher. "Es gilt also, einen geeigneten Weg zu finden, mit den fortschreitenden technologischen Entwicklungen und Möglichkeiten Schritt zu halten und diese in die daran anzupassenden Arbeitsumgebungen zu integrieren."

Zu allererst seien Politiker, Leitende in Behörden, Geschäftsführer, Führungskräfte gefragt, die durch ihr eigenes Vorleben und durch Ihre Haltung ein Klima der Wegbereitung, Veränderung oder des Aufbruches schaffen würden. Eine Wegbereitung hin zu wandelfreudigen, digitalaffinen Unternehmen, Behörden und Schulen, welche durch Leitungskräfte geprägt sei, die die an sie gestellten veränderten Anforderungen als Chance begreifen und diesen Spirit des Aufbruches auch an die ihnen nachgeordneten Mitarbeiter weiterzugeben vermögen. Auch obliege es ihnen, ein Klima der Innovationsfreude und des lebensbegleitenden Lernens zu schaffen. Und Prof. Dr. Bartscher schlussfolgert: "Um dieses Klima zu erzeugen, bedarf es einer Organisationskultur, die Offenheit, eine Fehlerkultur und den Ideenreichtum aller Akteure befördert. Denn nur in einem Umfeld des Aufbruches, der Veränderung und Erneuerung werden Organisationen auch zukünftig im digitalisierten Wettbewerbsumfeld Bestand haben."

Denn eines sei sicher, die Digitalisierung werde unser aller gesamtes Leben verändern. Dies beträfe sowohl das berufliche als auch das private Leben. Eine fortschreitende, immer schneller verlaufende Veränderung erfordere Mut, sich auf Neues einzulassen, bisherige Verhaltens- und Vorgehensweisen zu überdenken und gegebenenfalls zu verwerfen, aber auch visionären Ideen Raum zu geben. Hierfür bedürfe es eines Klimas der Disruption und einer beständigen Erneuerung.

Da man sich also der rasanten Geschwindigkeit der Digitalisierung, die nach Bartscher exponenziell steigt, nicht mehr entziehen könne, empfiehlt der Festredner sich eine gute persönliche Haltung zuzulegen, um als Mensch in dieser Entwicklung nicht verloren zu gehen. Dies könne zum Beispiel über die Niederalteicher Coachingtage im Rahmen des wissenschaftlichen Ansatzes „Gelben Schule“ wunderbar gelingen, so Bartscher. Dies bestätigte auch die zweite Festrednerin Christine Pledl mit den Ergebnissen ihrer wissenschaftlichen Untersuchung zu den Niederalteicher Coachingtagen.

Der letzte Tag der Akademie stand unter dem Zeichen von Wissen. Nicht nur die Tagungsgäste selbst, sondern zahlreiche Teilnehmer als externe Workshopbesucher nahmen an den verschiedenen Angeboten teil. Kreatives Gestalten, der eigene Selbstwert, Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern und Autismus in der Schule im Sinne der „Gelben Schule“, aber auch speziell für Pensionisten eine Lebensbilanz standen als Themenkreise zur Verfügung, bevor alle am Nachmittag an einer Pilgerwanderung teilnehmen konnten.

Auch dieser Tag endete mit einem Highlight der Akademie, dem Festgottesdienst mit Pfarrer Rainer Maria Schießler und dem anschließenden KEG-Sommerfest, in der von der Partyband Z’jung aus Plattling ausgelassene und großartige Stimmung erzeugt wurde.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück verabschiedete Bezirksvorsitzender und Tagungsleiter Erwin Müller die Gäste, die sich bereits wieder auf die nächste Ferienakademie 2020 freuten.

Fotos und Text: Josef Reischl und Erwin Müller

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