Leistungsbewertung an Grundschulen

SoMi 01/2017 >>

Den Dialog zwischen Lehrern, Schülern und Eltern ausbauen

Die Leistungsbewertung an Grundschulen muss noch stärker im Dialog zwischen Schülern, Lehrern und Eltern erfolgen. Das fordert KEG-Vorsitzende Ursula Lay mit Blick auf das Ende des Schulhalbjahres in der vergangenen Woche. Eine positive und ehrliche Kultur der Leistungsrückmeldung bestärke die Schüler und unterstütze sie darin, etwas lernen und leisten zu wollen.

Die KEG bewertet es daher als sehr positiv, dass immer mehr Grundschulen zum Halbjahresende keine Zwischenzeugnisse mehr austeilen. An etwa zwei Drittel der Grundschulen in Bayern fanden in diesem Jahr stattdessen dokumentierte Lernentwicklungsgespräche statt.
Dabei bekommen sowohl die Lehrkraft als auch die Schüler einen Bogen, auf dem sie durch Ankreuzen einzelner Kompetenzen die jeweiligen Leistungen im Sozial- und Arbeitsverhalten sowie in den einzelnen Fächern einschätzen. Auf der Grundlage der Bögen wird im gemeinsamen Gespräch von Lehrkraft, Schüler und Eltern über das Lernen des Kindes gesprochen. Am Ende überlegt der Schüler selbst, woran er weiter arbeiten möchte, und es werden individuelle Ziele vereinbart.

Die KEG hält diese Art der Leistungsrückmeldung im Rahmen eines offenen, kompetenzorientierten Unterrichtes für sehr viel angemessener. Im Vergleich zu den Zeugnissen böten solche Gespräche Raum für Nachfragen und Erklärungen, die für Eltern und Schüler verständlich seien und gäben allen Beteiligten die Möglichkeit, stärker in den Dialog miteinander zu treten. KEG-Vorsitzende Ursula Lay sieht es daher als dringend notwendig an, diese Form der Lernentwicklungsgespräche weiterzuentwickeln und auszubauen. Nur so könnten die Schüler individuell begleitet und mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen unterstützt und gefördert werden.

Zugleich fordert die KEG auch eine angepasste Zeugnisform bei den Jahreszeugnissen. Die vereinfachten Grundschulzeugnisse seien sehr viel besser geeignet, um an die Lernentwicklungsgespräche anzuknüpfen, so Lay. Zudem werde mit ihnen auch der Dialogprozess zwischen Eltern und Schülern weitergeführt und gestärkt.

Zurück
Unsere Homepage verwendet Cookies. Nähere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Durch die weitere Nutzung unseres Angebotes stimmen Sie der dort beschriebenen Nutzung von Cookies auf unserer Homepage zu.