Lehrkräfte und Erzieher*innen sollen sich selber testen: Nein Danke!

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn möchte, dass sich das Personal an Kitas und Schulen selbst testet. Die KEG lehnt dies ab. Tests müssen weiterhin von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden.

Schulen und Kitas sollen von jetzt an eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen können. Erzieher*Innen und Lehrkräfte sollen die Tests nach einer kurzen Schulung an sich selbst durchführen. Die KEG Bayern sieht dies mehr als kritisch. Zum einen bergen Schnelltests ein höheres Risiko von Falsch-NegativErgebnissen, zum anderen werden bei den „Laien“-Testungen aufgrund unsachgemäßer Handhabung auch vermehrt falsche Ergebnisse auftreten. Davor warnt auch der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Corona-Tests müssen weiterhin von speziell geschultem medizinischen Fachpersonal durchgeführt werden.

„Durch den Vorstoß des Gesundheitsministers wird die volle Verantwortung auf Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher abgegeben“, warnt Walburga Krefting, die Landesvorsitzende der KEG Bayern. „Fehler bei den Selbsttestungen können dazu führen, dass mit Corona infizierte Personen nicht erkannt werden und weiterhin Schulen und Kitas besuchen – so bekommt man schlimmstenfalls Clusterbildungen in den Einrichtungen. Auch den bereits kursierenden Gedankenspiele, die Tests auf die Kinder auszuweiten, erteilen wir eine klare Absage.“

Die KEG fordert die Verantwortlichen stattdessen dazu auf, die Einrichtungen besser auszustatten, damit diese die Hygienemaßnahmen einhalten können. Auf jeden Fall müssen mehr FFP2-Masken für das Personal zur Verfügung gestellt werden. Diese bieten im Gegensatz zu den Schnelltests in Eigenregie wirklichen Schutz und vermitteln nicht nur ein trügerisches Gefühl der Sicherheit.



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