Kultusminister Prof. Dr. Piazolo kündigt über 1.100 neue Stellen für Bayerns Schulen an. KEG Bayern bleibt skeptisch.

Über 1.100 neue Stellen für Bayerns Schulen. Insgesamt 5.000 über die gesamte Legislaturperiode. Doppelhaushalt und verschiedene Förderprogramme, wie z. B. „Schule öffnet sich“, machen es möglich. Die neuen Stellen sollen vor allem in den Bereichen individuelle Förderung, berufliche Bildung und Digitalisierung Entlastung bringen sowie der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu Gute kommen.

Walburga Krefting, Landesvorsitzende der KEG Bayern, warnt vor zu viel Optimismus: „Es wurde im Pressegespräch deutlich betont, dass die Lehrerversorgung an Bayerns Grundund Mittelschulen für das kommende Schuljahr gesichert ist. Dem wollen wir – zumindest bis zur ersten Grippewelle – gern Glauben schenken. Inwieweit diese Aussage auf die folgenden Schuljahre ab 2020/2021 zu übertragen ist, wurde nicht zufriedenstellend geklärt und gibt Grund zu großer Besorgnis.“

In den Augen der KEG Bayern muss das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus nun endlich die Zeichen der Zeit erkennen und das Lehramt für Grund- und Mittelschule attraktiver gestalten. Gute Ansatzpunkte wären hier eine Angleichung des Stundenmaßes sowie eine Eingangsbesoldung auf Gymnasialniveau.

Besonders hervorgehoben wurde heute die Tatsache, dass an Bayerns Grund- und Mittelschulen keine Seiteneinsteiger angestellt sind. Vor diesem Hintergrund appelliert die KEG Bayern aber an die zuständigen Stellen, auch weiterhin am hohen Standard der differenzierten Lehrerausbildung festzuhalten und die Qualität der bayerischen Lehrerinnen und Lehrer mit dem abgelegten 2. Staatsexamen sicherzustellen.



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