Konzept eines reduzierten Zeugnisses

SoMi 01/2017 >>

Das Referat Sonderpädagogik unterstützt den Vorschlag des Arbeitskreises Grundschule in der KEG

Bei der Sitzung des Landesreferats Sonderpädagogik wurde übereinstimmend festgestellt, dass die neuen Zeugnisse ein Ärgernis darstellen. Deshalb wird das Konzept eines reduzierten einfachen Zeugnisses befürwortet, das vom Arbeitskreis Grundschule in der KEG erarbeitet worden ist. Unter dem Titel „Eine neue Zeugniskultur – die Position der KEG“ werden die Chancen einer neuen Zeugnisform dargestellt.

  1. Die Verständlichkeit der Jahreszeugnisse soll für Eltern und Schüler verbessert werden. Knappe Formulierungen machen das Zeugnis für alle leichter lesbar.
     
  2. Die Beurteilungen sollen individuell und treffend formuliert sein, im Gegensatz zu den bisherigen Baustein-Beurteilungen.
     
  3. Das hohe Ausmaß an Verwaltungsarbeit, die nicht beim Kind ankommt, soll durch einen sinnvollen Einsatz der Energie der Lehrkräfte ersetzt werden. Wie auch in anderen Bereichen im Bildungswesen soll ein sinnvoller Umgang mit den Ressourcen erreicht werden. Auch die Schulleiter werden entlastet.
     
  4. Der Bogen des Lernentwicklungsgesprächs soll fortgesetzt werden, denn er passt zum Beobachtungsbogen und zum Jahreszeugnis. Ein individueller Bogen der Schule stärkt die Bildung des Schulprofils. Der Lernentwicklungsbogen stärkt auch die Eigenverantwortung des Schülers.
     
  5. Die konsequente Weiterführung des Lehrplans Plus bedeutet auch, dass die Lernentwicklung der gesamten Schulzeit gesehen wird.

Daher fordert die KEG neue Zeugnisformen in der Grundschule

- Mehr Zeit am Kind!
- Mehr Verständlichkeit bei den Eltern
- Aussagekräftigere Dokumente
- Effektive Nutzung der Ressourcen im Bildungsbereich
- Anschlussfähigkeit an die Bögen der Lernentwicklungsgespräche
- Möglichkeit, den individuellen Lernweg jedes einzelnen Kindes zu dokumentieren Gestalt des individuellen Beobachtungsbogens

Eine bayernweit einheitliche Festlegung der Gestalt des Rückmeldebogens soll nicht erfolgen. Vielmehr soll bei diesem Bogen jede Schule einen individuellen Weg gehen können. Notwendig ist dies, da dieser Bogen angelehnt sein muss an die Inhalte bzw. Bögen der Lernentwicklungsgespräche. So wie auch diese Bögen von den Schulen individuell gestaltet werden können, muss dies auch für den Beobachtungsbogen, der zur Rückmeldung an die Eltern am Ende des Schuljahres eingesetzt wird, möglich sein.

Der Bogen wird für jeden Schüler vom Klassenlehrer geführt. Den Eltern wird zum Schuljahresende Einsicht gewährt. In welcher Form dies geschehen soll (Kopie?), ist noch zu klären.

Der alte Weg mit bisherigen Zeugnissen und der neue Weg mit der Alternative können von den Schulen eventuell frei gewählt werden (Rechtliche Situation mit zwei möglichen Formularen?).

Mögliche Formen von Bögen wurden diskutiert. Die Einstellung von Mustern auf der KEG-Website wäre bei Bedarf sinnvoll und möglich. Außer an Förderzentren und Schulen für Kranke bestanden im Bereich der Realschulen, Gymnasien, Berufsschulen usw… Einrichtungen zur sonderpädagogischen Förderung.

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