KEG Bayern zum Start des neuen Kita-Jahres 2019/2020

Rückblick: Prognos-Studie, beauftragt vom Bundesfamilienministerium, bestätigt bundesweiten Personalengpass im Bereich der Frühen Bildung - Lichtblick: Bayerisches Kultusministerium stärkt Attraktivität der Erzieherausbildung - Ausblick: KEG Bayern fordert, Attraktivität des Berufsbildes zu steigern z. B. durch bessere Bezahlung und Standardisierung von Multiprofessionellen Teams.

Mit dem morgigen Dienstag starten auch die letzten Kindertagesstätten in Bayern in das neue Kita-Jahr 2019/2020.

Pünktlich zum Start kündigte der bayerische Kultusminister, Prof. Dr. Michael Piazolo, auf seiner Pressekonferenz vergangene Woche an, die Erzieherausbildung attraktiver zu gestalten. Die KEG Bayern begrüßt in diesem Zusammenhang auch den Start des neuen Ausbildungsweges „Pädagogische Fachkraft für Grundschulkindbetreuung“, der ein weiteres pädagogisches Berufsfeld eröffnet und neue Zielgruppen anspricht.

Angesichts der steigenden Zahl der zu betreuenden Kinder unter sechs Jahren, bedarf es nach Ansicht der KEG Bayern aber noch weiterer Schritte, um die Qualitätssicherung und die Qualitätsentwicklung an den bayerischen Kitas nachhaltig zu verbessern sowie eine flächendeckende Fachkräfteversorgung zu erlangen.

„Die Qualität an den Kitas hängt natürlich in erster Linie von einer guten und qualitativ hochwertigen Ausbildung des Personals ab. Nicht minder steht und fällt aber die Qualität in den Kitas mit der Motivation des Personals“, so Walburga Krefting, Landesvorsitzende der KEG Bayern.

Vor diesem Hintergrund fordert die KEG Bayern die politisch Verantwortlichen auf, die Rahmen- und Arbeitsbedingungen der fertig ausgebildeten und mitten im Berufslebend stehenden pädagogischen Fachkräfte deutlich zu verbessern. Aus Sicht der KEG Bayern liegen Potentiale für Verbesserungen in folgenden Punkten:

  • Bessere Bezahlung für alle Beschäftigten im frühkindlichen Bereich
  • Erhöhung des Betreuungsschlüssels
  • Mehr Zeit für Leitungsaufgaben bzw. Entlastung der Leitung durch Verwaltungspersonal
  • Standardisierung von Multiprofessionellen Teams an Kitas
  • Verpflichtende, regelmäßige Fort- und Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte
  • Aufwertung des Berufsstandes und gesellschaftliche Anerkennung des Berufes „Erzieher/in“

Mit der Umsetzung dieser Punkte erhalten Kitas zum einen dauerhaft motiviertes Personal und Bestrebungen, das Berufsfeld zu wechseln oder in Frührente zu gehen, werden minimiert. Zum anderen tragen besonders die bessere Bezahlung und die gesellschaftliche Anerkennung dazu bei, dass vermehrt auch Männer sich gezielt für die Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern in den Tageseinrichtungen entscheiden.

Ein weiterer Vorteil: Mit der Erhöhung des Betreuungsschlüssels und der Standardisierung von Multiprofessionellen Teams lässt sich besonders gut der zunehmenden Heterogenität der Kinder und dem damit verbundenen steigenden Förderbedarf in den Kitas gerecht werden. „Denn nur wer frühzeitig speziell und vor allem individuell gefördert wird, kann seine psychischen, physischen, sozialen, emotionalen, sprachlichen, motorischen und kulturellen Kompetenzen nachhaltig entwickeln und für einen gelingenden Übergang von Kita und Grundschule einsetzen“, machte Walburga Krefting deutlich.

Die KEG Bayern wünscht all ihren Mitgliedern, Freunden und Unterstützern, Pädagoginnen und Pädagogen einen guten und erfolgreichen Start ins neue Kita-Jahr 2019/2020 und viel Freude bei der Arbeit. Allen Kita-Kindern wünschen wir eine tolle Zeit, immer sicheres Ankommen und viel Spaß beim Lernen mit neuen Freunden.


Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Katharina Holzapfel, KEG Bayern



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