Besser als ihr Ruf. Unsere Mittelschulen sind starke Schulen mit Berufs- und Praxisorientierung!

KEG Bayern freut sich über die gestern veröffentlichte Mitteilung des Kultusministeriums, um das gemeinsame Bestreben von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Kultusminister Michael Piazolo, den Praxisbezug an bayerischen Schulen auszubauen. Verwundert zeigt sich der Berufsverband für Lehrkräfte und Pädagogen allerdings über den fehlenden Blick auf die Mittelschule. Die KEG Bayern unterstreicht deshalb das Potenzial der Mittelschule in Hinblick auf die Berufsorientierung, fordert mit Nachdruck eine Aufwertung dieser unverzichtbaren Schulform und A13 als Eingangsbesoldung für alle Grund- und Mittelschullehrkräfte.

Was bei anderen Schulformen noch in den Kinderschuhen steckt, läuft an den rund 900 bayerischen Mittelschulen bereits seit Jahren auf hohem Niveau - die Berufsorientierung. Es ist daher an der Zeit dieser Schulform auch mal ein großes Lob auszusprechen. "Unsere Mittelschulen sind unverzichtbare Schulen mit starker Berufs- und Praxisorientierung!" so Walburga Krefting, Landesvorsitzende der KEG Bayern. "Lehrkräfte der Mittelschulen leisten herausragende Arbeit bei der Vorbereitung ihrer Schülerinnen und Schüler auf die Berufswelt. Sie geben ihnen wichtiges Rüstzeug mit auf den Weg, damit die Jugendlichen später in ihrer Ausbildung und auf dem Arbeitsmarkt bestehen können", so Krefting weiter.

Durch vielfältige Maßnahmen der Berufsorientierung, speziell auch in den "Berufsorientierenden Zweigen" (BOZ) und durch die ausgedehnten Betriebspraktika, finden die Absolventinnen und Absolventen der Mittelschule nach Ansicht der KEG Bayern in die Berufe, die sie nach Neigung, Fähigkeiten und Können passgenau ausfüllen können. Darüber hinaus spielt seit Jahren der Besuch von Informationstagen zur Berufsfindung, Schnuppertagen in Firmen und Bewerbungstrainings eine zentrale Rolle bei der Berufsorientierung der Mittelschule.

Auch Schülerinnen und Schüler, die den Mittleren Abschluss machen wollen, haben in der Mittelschule die Möglichkeit auf einen höheren Schulabschluss, wodurch ihnen weitere berufliche Wege offen stehen. Die Mittelschule ist somit für rund 30 Prozent der bayerischen Schülerinnen und Schüler definitiv eine Schulform, die die Ausbildungsreife in den Mittelpunkt stellt.

Die KEG Bayern fordert deshalb die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik auf, der Mittelschule als Schule mit Potenzial mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Walburga Krefting appelliert hier an die öffentliche Wirkung: "Das Abitur darf nicht als der einzig akzeptable Schulabschluss dargestellt werden. Vielmehr muss die Durchlässigkeit unseres Schulsystems transparenter gemacht werden." Die wertvolle Arbeit der Mittelschulen verdient laut KEG Bayern vollste Anerkennung und muss wieder gesehen werden. Mittelschullehrkräfte brauchen über ihren Unterricht hinaus ein hohes Maß an Empathie und Engagement im Umgang mit einer heterogenen Schülerschaft.

Eine Aufwertung der Mittelschule ist auch nötig, um den akuten Mangel an deren Lehrkräften zu begegnen und wieder genug Nachwuchskräfte zu bekommen. Die KEG Bayern fordert in diesem Zusammenhang das Ministerium auf, den Blick auch wieder verstärkt auf die bayerischen Mittelschulen zu richten und durch die Anhebung der Eingangsbesoldung für Mittelschullehrkräfte auf A13 dieser Schulart wieder mehr Wertschätzung zu verleihen.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Mandy Bergmann



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