Aus dem Berufsbildungsbericht 2017

SoMi 01/2017 >>

In dem Berufsbildungsbericht 2017 ist ein Kapitel der Berufsbildung von Menschen mit Behinderung gewidmet. Dieses beginnt mit § 84 des Berufsbildungsgesetzes, das vorsieht, dass Menschen mit Behinderungen in anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden, wobei die besonderen Verhältnisse behinderter Menschen zu berücksichtigen sind. Wenn dies wegen Art und Schwere der Behinderung nicht möglich ist, sollten besondere Ausbildungsregelungen, so genannte Fachpraktiker-Ausbildungen entwickelt werden. Ausbilder für die Fachpraktiker-Ausbildung müssen rehabilitations-pädagogische Zusatzqualifikationen, also behindertenspezifische Qualifikationen, nachweisen.

Die berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen wird von der Bundesregierung intensiv gefördert. Junge Menschen mit Behinderung werden bereits in der Schule mit einem umfangreichen Angebot der beruflichen Orientierung und Beratung unterstützt. Neben der Ausbildung in einem Betrieb stehen außerbetriebliche wohnortnahe Ausbildungsangebote und Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation zur Verfügung. Im Jahre 2016 besuchten 38.000 Menschen mit Behinderungen berufsfördernde Maßnahmen, 16.000 berufsvorbereitende Maßnahmen. In Werkstätten für Behinderte werden im gleichen Zeitraum 23.000 junge Menschen gefördert. Eine begleitete betriebliche Ausbildung bietet die Chance auf eine „inklusive Ausbildung“.

Die Bundesregierung hat den Nationalen Aktionsplan (NA) im Juni 2016 fortgeschrieben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt erneut auf Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben. Dabei wird besonders auf den Aufbau und die Weiterentwicklung von Strukturen und Maßnahmen zur verbesserten Orientierung behinderter Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Wert gelegt. Zusammen mit den im Rahmen des NA auf den Weg gebrachten Aktivitäten zur Sensibilisierung der Arbeitgeber für das Ausbildungs- und Arbeitskräftepotential behinderter Menschen ist dies wesentliche Grundlage für einen möglichen inklusiven Übergang in das Erwerbsleben.

Der überarbeitete Teilhabebericht untersucht die Teilhabechancen beeinträchtigter Menschen. Dieser ist 2017 erschienen.

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