KEG ehrt langjährige Mitglieder mit einem Festbankett - Monsignore Manfred Ertl fordert, bewusstes Hinhören wieder neu zu entdecken

Mit einer Gemeinschaftsveranstaltung im Haus „Spektrum Kirche“ auf Maria Hilf startete die Katholische Erziehergemeinschaft (KEG) in Stadt und Landkreis Passau ins neue Schuljahr. Domkapitular Manfred Ertl gab beim Anfangsgottesdienst zum neuen Schuljahr den Erziehern/innen den Rat mit: „Achtet in unserer lauten Zeit wieder auf bewusstes Hinhören!“ Kreisvorsitzende Monika Freudenstein ehrte in einer kleinen Feier KEG-Mitglieder für langjährige Treue zu einem wertorientierten Berufsverband.


Nach guter Tradition treffen sich nach der Hektik der ersten Schulwochen Mitglieder der KEG zu einem Gottesdienst in der Hauskapelle und dann zu frohem Feiern im Kreise geehrter Kollegen und Kolleginnen. In seiner Predigt ging der geistliche Beirat der KEG Manfred Ertl auf das Leben des Tagesheiligen, des Klaus von der Flühe ein, der im Alter einen leisen Ruf Gottes gehört habe, der ihn so bewegte, dass er Haus und Familie verließ und sich in eine Einsiedelei zurückzog. Viele Menschen, sogar Politiker seien in Nöten zu ihm gekommen, um seinen Rat zu hören. Bruder Klaus sei mit seinen Worten ein Mahner für den Frieden und ein Fürsprecher für viele geworden.

Manfred Ertl erinnerte an ein Buch, das Papst Johannes Paul II noch als Kardinal geschrieben hatte, in dem es um Liebe und Ehe ging. In einer Szene habe Karol Wojtyla von einem jungen Pärchen erzählt, das bei beginnender Abenddämmerung von einem Berg herab kam. Das Mädchen habe plötzlich in der Stille einen Schrei gehört, der ihr in der Nacht nicht aus dem Kopf ging. Sie habe zu wenig hingehört. Was habe der Ruf wohl bedeutet?

Manfred Ertl resümierte, das heutige Leben sei überall so voller Hektik, Lärm und Handytöne, da höre man Notsignale im Leben der Mitmenschen vielfach nicht mehr. Das gelte vor allem auch für die anvertrauten Kinder in den Schulen. Gerade hier müssen Pädagogen und Erzieher/innen ihre Fähigkeiten stärken, auch feine und leise Rufe herauszuhören und unterscheiden zu können. Weiter sei es eminent wichtig, Worte und Sätze zu sprechen, die Lebensweisheit ausstrahlen, die die Zeit überdauern, die einen jungen Menschen auf den richtigen Weg bringen und im Leben begleiten.

Kreisvorsitzende Monika Freudenstein lud anschließend zu einem Festbankett in die Weinstube von „Spektrum Kirche“ ein, um KEG - Gemeinschaft zu erleben und Jubilare zu ehren. In Pädagogik, Didaktik und Methodik und vor allem in der Schullandschaft habe sich im Lauf der Jahre viel geändert. Zu allen Zeiten aber hätten motivierte Kollegen und Kolleginnen immer gute Arbeit für Erziehung und Bildung geleistet. Anerkennung und Dank seien aber auch angebracht für Engagement, Verbundenheit und Treue zur Katholischen Erziehergemeinschaft, einem wertorientierten Berufsverband.

Monika Freudenstein gratulierte auch im Namen der Landesvorsitzenden Ursula Lay und des Bezirksvorsitzenden Erwin Müller. Zusammen mit ihrem Stellvertreter Robert Drexler überreichte sie Urkunden und kleine Geschenke für 30 Jahre Mitgliedschaft an Claudia Hasenkopf und für 40 Jahre an Peter Frank und Paul Wutz. Maximilian Absmeier und Gertrud Tahedl wurden für 50 Jahre Treue zum Berufsverband geehrt. Ein großes „Danke“ sagte sie Christine Kainz und Josef Reischl für 55 Jahre Engagement für die Gemeinschaft.

Text und Fotos: Josef Reischl

 

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