Frühjahrstagung 2011
Frühjahrskräfte in Bewegung stärken:
"…und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus"
(Joseph v. Eichendorff)
Seit vielen Jahren ist es gute KEG-Tradition, sich so um den Frühlingsanfang herum zu einer kleinen "Schnaufpause" in der oft recht stressigen Zeit zwischen Weihnachten und Ostern zu treffen. Früher in Schweiklberg und nun schon zum 6. Mal in Niederalteich.
Stellvertretender Bezirksvorsitzender Robert Drexler hatte als Koordinator der Tagung mit dem viel versprechenden Thema "Frühjahrskräfte in Bewegung stärken: ...und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus" wieder einen Volltreffer gelandet.
An die 50 Lehrer/innen und Erzieherinnen jeden Alters nahmen sich zwei Tage Zeit, um sich etwas wirklich Gutes zu tun, abzuschalten, durchzuschnaufen, wieder aufzutanken und einen ebenso sachten wie wilden Energieschub in den Alltag mitzunehmen.
Am Freitag tat es gut, bei Kaffee und Kuchen in der wohl tuenden Atmosphäre des Hauses St. Pirmin der Abtei Niederaltaich willkommen geheißen zu werden.
Die Mitglieder der erweiterten Bezirksvorstandschaft trafen sich zu einer Sitzung, um die 58. Pädagogische Ferienwoche vom 29. Juli bis zum 1. August vorzubereiten. Fritz Doering referierte auch kurz über das Neueste aus der Standespolitik.
Bei allen KEG-Veranstaltungen gibt es immer ein Kulturprogramm. Helene Gehwolf lud zu einem Besuch in die Kaffeemanufaktur Heinrichs in Hengersberg ein. Die Besucher erfuhren Interessantes über die verschiedenen Kaffeesorten und ihren Anbau, über Röstverfahren und Zubereitung. Köstliche Tees und exquisite Schokoladen lockten zum Probieren und Kaufen.
Am Abend trafen sich die KEG-ler in gemütlicher Runde im Kellerstüberl des Klosters.
Der Samstag Vormittag stand ganz im Zeichen des Workshops für "geforderte und geplagte Pädagogenseelen", wie Robert Drexler in seiner Einführung in die Tagung formulierte. Er begrüßte hierzu die Körper-, Tanz- und Ausdruckspsychotherapeutin Renate Köckeis, Dipl. Soz. päd. (FH), die als Spezialistin für Burnout-Prophylaxe vielen Lehrern und Lehrerinnen bekannt ist. Mit stimmungsvoller Musik und fein gefühlten Bewegungen von ruhigen Tänzen zog sie von Anfang an die Teilnehmer in ihren Bann. Sie verstand es hervorragend, "Erd- und Himmelskräfte zu mobilisieren", Energie und Sprache des Körpers spüren zu lernen und einen zarten Blütenschimmer, getragen von wohltuenden Meditationen, auf Seele und Gemüt zu legen. Dabei wirbelte sie wie ein frischer Frühlingswind durch den Raum, steckte durch überzeugende Gestik und Mimik zum Mitmachen an und begeisterte alle zutiefst. In einer ausgewogener Symbiose von Theorie und Praxis verstand Renate Köckeis es, "Frühjahrskräfte in Bewegung zu stärken", sodass Joseph v. Eichendorffs Worte "...und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus" spürbar wurden.
Am Nachmittag gab es eine Fortsetzung des Workshops mit Renate Köckeis, die mit interaktiven Reflexions- und Tiefenentspannungsübungen die Tagungsteilnehmer nachhaltig beglückte.
Fritz Doering referierte in einem Arbeitskreis über die Dienstrechtsreformen und berichtete über Aktuelles aus der Standespolitik. Wegen des einladenden Frühlingswetters verlegte man den Gedankenaustausch in den nahen Garten der Klosterschänke.
Die Pädagogen a.D. blickten in ihrem Arbeitskreis auf die Septemberveranstaltung in Schweiklberg zurück, und Gottfried Konrad stellte die Planungen in diesem Jahr vor. Die Teilnehmer brachten ihre Ideen in die Diskussion ein.
Karin Schubert und Kordula Kolb boten "Lust auf Schönes aus Filz" an. Gelungene Dekorationen für Teekaraffen, Wasserflaschen, Lichter und Dosen entstanden nach eigenen Entwürfen.
Irene und Robert Drexler betreuten an die 12 Kinder der Tagungsteilnehmer mit lustigen Spielen und kreativem Basteln.
Parallel zum Frühjahrstreffen der KEG fand nach guter Tradition wieder ein Treffen der AjE statt. Seminarrektor Jakob Kaufmann betreute zahlreiche angehende LehrerInnen in einem fundierten Prüfungsvorbereitungskurs.
Wohl vorbereitet und betreut von Robert Drexler und Maria Stadler wurde der 6. KEG-Treff wieder eine gelungene Veranstaltung auf hohem Niveau.
Text und Fotos: Josef Reischl
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