Klares Nein zur Gemeinschaftsschule |
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| Veröffentlicht von Administrator (Freudenstein) am 13.02.2012 |
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abl-Präsidentin Lay: „Wir setzen nicht den hohen Bildungsstandard in Bayern aufs Spiel.“
Eine Einführung der Gemeinschaftsschule sieht die Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) und Vorsitzende der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG) Ursula Lay als höchst bedenklich an.
„Mag das pädagogische Konzept auch sehr verführerisch klingen, weil es Eltern und Kindern die Erfüllung aller Träume verspricht, so kann die Gemeinschaftsschule, in der alle Schüler mit breitem Begabungsspektrum bis zur 10. Klasse gemeinsam beschult werden, nur bedeuten, dass die hohe Qualität der Bildung in Bayern aufs Spiel gesetzt würde.“ Wenn alle Schüler vom Hochbegabten bis hin zu Schülern mit Lernbehinderungen in die gleiche Schule gehen und Erfolgserlebnisse haben sollen, gelingt dies nur mit einem Absenken des Anforderungsniveaus. „Die Hochbegabten werden gebremst und die schwachen Schüler abgehängt. Das haben bayerische Schüler keinesfalls verdient, zumal man in Bayern ein sehr gutes Förderkonzept habe“, so Lay weiter.
Hinzu komme, dass die bayerische Bevölkerung diese endlosen und fruchtlosen Strukturdebatten satt habe, Eltern und Lehrkräfte wollen endlich wieder Ruhe in der Schullandschaft haben, um sinnvolle pädagogische Arbeit zu gewährleisten. Die Umwandlung der Hauptschulen in Mittelschulen ist fast in nahezu allen Landkreisen vollzogen, und es konnten durch die Schaffung von Mittelschulverbünden weitaus mehr Schulstandorte erhalten bleiben. Das ist ein großer Erfolg. Das Konzept der Gemeinschaftsschule hingegen zerstört alle kleinen Schulstandorte, schreibt doch der Volksschullehrerverband selbst, dass man dazu je Jahrgangsstufe mindestens 60 Schüler haben müsse. Nach diesen Berechnungen braucht ein Schulstandort dann mindestens 400 bis 500 Schüler. Die Gemeinschaftsschule kann also mit 200 Schülern nicht geführt werden. Auch diesbezüglich nur leere Versprechen, auch gegenüber den Kommunalpolitikern.
„Warum sollten wir leistungsfähige, bewährte Schulen umkrempeln und eine neue Schulart einführen, deren Bedarf nur jene sehen, die die Gleichmacherei im Sinn haben?“, merkt Lay an.
Für den Inhalt verantwortlich:
ARBEITSGEMEINSCHAFT BAYERISCHER LEHRERVERBÄNDE
Ansprechpartnerin: Ursula Lay, abl-Präsidentin, Landesvorsitzende KEG Zuletzt geändert am: 13.02.2012
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