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Betreuungsgeld anstatt Bildung – kann das der richtige Weg zur Bildungsnation sein?

Veröffentlicht von Administrator (Freudenstein) am 08.02.2012
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Die Bundesregierung hält an ihrem Vorhaben fest, ab 2013 das umstrittene Betreuungsgeld einzuführen. Ein Betreuungsgeld an Eltern zu zahlen, die ihre Kinder entweder zu Hause betreuen oder eine Alternative zur Krippenbetreuung organisieren, widerspricht grundlegend dem Bildungsauftrag von Kindertagesstätten.

Deutschland soll familienfreundlicher werden. Dafür ist die Bundesregierung bereit, große Investitionen zu tätigen. Vor allem mit dem Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz zum 01.08.2013 ab dem ersten Lebensjahr setzt sie die richtigen Zeichen. „Die KEG begrüßt diesen Weg außerordentlich, auch wenn die Umsetzung eine große Herausforderung für alle Beteiligten darstellt“, lobt Ursula Lay, die Landesvorsitzende der KEG in Bayern.

Kindertageseinrichtungen sind familienergänzende Bildungseinrichtungen, deren Qualität von den Eltern durchaus geschätzt wird. „Die Fachkräfte vor Ort leisten eine qualitativ hochwertige Arbeit und sind für Eltern wichtige Ansprechpartner“, betont Brigitte Netta, Referentin für Früh- und Sozialpädagogik der KEG in Bayern. Das Betreuungsgeld aber gibt es völlig falsches Signal. „Der Bildungsauftrag von Krippen wird damit völlig außer Acht gelassen“, so Netta weiter.

Die KEG steht hinter den Aussagen der dbb Frauenvertretung, die das geplante Betreuungsgeld als „nicht zielgerichtete Investition“ bezeichnet. „Bevor über ein Betreuungsgeld gesprochen werde, müsse das von den Eltern so dringend nachgefragte Angebot an Betreuungsangeboten vorhanden sein. Mütter und Väter werden hier von der Bundesministerin im Stich gelassen“, mahnt die dbb Frauenvertretung an.

Dabei sind Investitionen in die Familien- und Bildungspolitik wichtig und richtig. „Die KEG begrüßt den eingeschlagenen Weg der Bundesregierung außerordentlich, Deutschland familienfreundlicher zu gestalten“, lobte die Landesvorsitzende, Ursula Lay. Es stellt sich aber immer wieder die Frage, wie das Geld sinnvoll investiert werden kann. Das Betreuungsgeld jedenfalls ist der falsche Weg.

V.i.S.d.P. Marlene Niederschweiberer


Zuletzt geändert am: 09.02.2012

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